Geschäftsführung übernimmt künftig Josef Klaus
Er ist ein Paradebeispiel für interkommunale Zusammenarbeit, auch über die Landkreisgrenzen hinweg: Der Gewässer-Unterhaltungszweckverband, der rund ein Drittel Niederbayerns umfasst hat – die Landkreise Landshut, Kelheim und Dingolfing-Landau. Vor kurzem fand die jährliche Mitgliedsversammlung des GUZV in Niederaichbach statt, in der wesentliche Änderungen beschlossen worden sind.
Nachdem sich das bislang durchführende Planungsbüro Helmut Dietlmeier (Pfeffenhausen) aufgelöst hat, stand hinter der Zukunft des GUZV zuletzt ein großes Fragezeichen. Hier konnte der Verbandsvorsitzende, Niederaichbachs ehemaliger Bürgermeister Josef Klaus, aber gute Nachrichten verkünden: Er habe ein Ingenieurbüro ausgemacht, dass die Arbeiten in Zukunft übernehmen würde. Auch für das Ausscheiden des langjährigen Geschäftsführers Claus-Dieter Weindl, der über viele Jahre zuverlässig dem GUZV zur Verfügung stand, hatte Klaus eine Lösung parat: Da er selbst nun nicht mehr Bürgermeister sei, würde er diese Aufgabe künftig übernehmen.
Die anwesenden Mitgliedsvertreter stimmten der künftigen Ausgestaltung zu, wenngleich sie auch einige Austritte verschiedener Mitglieder beschließen mussten: So sind vier Gemeinden aus dem Landkreis Landshut, zwölf aus dem Landkreis Kelheim und drei aus dem Landkreis Dingolfing-Landau ausgetreten und kümmern sich ab dem Jahr 2027 wieder eigenständig um den Unterhalt ihrer Gewässer oder mithilfe der regionalen Landschaftspflegeverbände.
Die verbleibenden Kommunen können nun aber weiter auf die großen Vorteile des bestehenden Verbandes zählen. Weil Gemeinden viele notwendige Unterhaltsmaßnahmen für Gewässer bündeln, die Aufträge gemeinsam ausschreiben und staatliche Fördermittel abrufen könnten. Einzelne Gemeinden könnten dies nicht so gut bewerkstelligen und blieben mit ihren Auftragssummen unter den Fördergrenzen.
Der GUZV kümmert sich um Pflege und Unterhalt aller Gewässer 3. Ordnung auf den Gebieten seiner Mitgliedsgemeinden – genauer: um das ganze Geflecht von Bächen und kleinen Wasseradern zwischen diesen Flüssen. Diese Lebensadern der heimischen Natur intakt zu halten, ist nach Landesrecht Pflicht der Gemeinden. Mit Unterstützung des Wasserwirtschaftsamtes Landshut werden nun die anstehenden Maßnahmen gesammelt.
Unter fachlicher Beratung würden hier den Belangen der Natur, aber auch der Wirtschaftlichkeit Rechnung getragen. Der Verband stehe nun wieder auf einer soliden Basis für eine weiter erfolgreiche Arbeit, erklärte Klaus. Für die Erfüllung seiner Aufgaben kann sich der GUZV auf einen Haushaltsplan für das laufende Jahr stützen, der 423.800 Euro im Verwaltungshaushalt und 384.000 Euro im Vermögenshaushalt umfasst.
Foto: Archiv DIESUNDDAS/hjl